Zum Hauptinhalt springen

News

head uk2

Freisetzung von wasserlöslichen Wirkstoffen aus Chitosan-Mikropartikeln

Chitosan und Chitosan Derivate sind vielversprechende Biopolymere für die nasale oder vaginale Verabreichung von Wirkstoffen mittels Mikro- oder Nanopartikel. Problematisch ist jedoch die pH-abhängige Löslichkeit von Chitosan und der übermäßigen Wasseraufnahme in Anwesenheit von Ionen. Durch die Wasseraufnahme kann es zu einer schnellen initialen Freisetzung des Wirkstoffs durch den Zerfall des Chitosan-basierten Transportvehikels kommen. Zur Stabilisierung der Wirkstofffreisetzung wird an der Modifikation der Polymerstruktur durch physikalische Vernetzung geforscht. Das Ziel der hier vorgestellten Studie war die Untersuchung des Einflusses der Mikropartikelzusammensetzung, insbesondere der Menge des eingebrachten Ionenvernetzer (CF) auf das Freisetzungsprofil von wasserlöslichen Wirkstoffen aus der Chitosan-Matrix.

Zusammenhang zwischen der Quervernetzung und der Freisetzung wasserlöslicher Wirkstoffe durch Chitosan-basierte Mikropartikel

The Correlation between Physical Crosslinking and Water-Soluble Drug Release from Chitosan-Based Microparticles. E. Szymańska, K. Woś-Latosi, J. Jacyna, M. Dąbrowska - Pharmaceutics, 2020

Die Autoren aus Polen stellten Mikropartikel unter Verwendung von Chitosan Glutamat und Beta-Glycerophosphat als Ionenvernetzter mittels Sprühtrocknung her. Die Mikropartikel wurden mit wasserlöslichem Zidovudin gefüllt und hinsichtlich der Wirkstoffbeladung und dem Freisetzungsverhalten optimiert. Zidovudin ist ein wasserlösliches, anti-retrovirales Medikament welches bei HIV-infizierten Patienten eingesetzt wird. Untersucht wurde ob das Vernetzungsverhältnis einen Einfluss auf die Eigenschaften der Mikropartikel hat. Das Zidovudin wird nach anfänglicher explosionsartiger Freisetzung über einen längeren Zeitraum kontinuierlich freigesetzt. Die anfängliche Freisetzung kann durch den Vernetzungsgrad beeinflusst werden. Die zweite Freisetzungsphase wird von der Wirkstoffdiffusion aus der aufgequollenen Polymermatrix bestimmt und steht in Zusammenhang mit der Wirkstoffbeladung.

Ergebnisse

  • der Ionenvernetzer beeinflusste das Quellverhalten der Chitosan-Glutamat-Mikropartikel und das anfängliche Explosionsverhalten
  • kein Einfluss des Ionenvernetzers auf die Freisetzungszeit (Freisetzung von 80% Wirkstoff)
  • Höhere Konzentrationen an Zidovudin führten zu rekristallisiertem Wirkstoff auf der Mikropartikeloberfläche (überschüssige Menge)
  • optimale Formulierung für ein Verhältnis von 3:1 (Polymer : Ionenvernetzer) mit einer Wirkstofffreisetzung von bis zu 210 Minuten

Schlussfolgerung: Die Studie konnte ein geeignetes Verhältnis von Polymer und Ionenvernetzer identifizieren, jedoch sind weitere Optimierungsstudien notwendig, um die Freisetzung aus den Chitosan-Mikropartikeln zu verbessern.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32429349/

Haben auch Sie Interesse an der Forschung mit Chitosan Glutamat? Finden Sie hier mehr heraus oder schreiben sie uns eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Nanopartikel, Wirkstofftransport, Mikropartikel

Kontakt

  • Heppe Medical Chitosan GmbH
    Heinrich-Damerow-Straße 1
    D-06120 Halle (Saale)
  • Tel.: +49 (0) 345 27 996 300
    Fax: +49 (0) 345 27 996 378
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

News

Chitosan-basierter Gewebekleber zur Kontrolle starker Blutungen

Starke Blutungen aus inneren Organen gehören zu den größten Herausforderungen in der Chirurgie und Traumaversorgung. Besonders Leber, Milz, Niere oder Lunge sind schwer zu versorgen, da diese Organe weich, stark durchblutet und mechanisch empfindlich sind. Klassische Methoden wie Nähen, Veröden oder Gefäßligaturen sind nicht immer möglich und können zusätzlich gesundes Gewebe schädigen.

Injizierbares Carboxymethyl-Chitosan-Hydrogel zur Knochenregeneration bei Diabetes

Diabetes mellitus erschwert die Knochenheilung erheblich. Erhöhte Glukosewerte fördern oxidativen Stress, chronische Entzündungen und eine gestörte Aktivität knochenbildender Zellen. Dadurch heilen Knochendefekte bei diabetischen Patientinnen und Patienten oft langsamer oder unvollständig. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, was die Regeneration weiter beeinträchtigen kann.

Neue Strategien zur Reduktion von Krankenhaus-Infektionen: Biologisch abbaubare antibakterielle Nanobeschichtungen

Krankenhausassoziierte Infektionen stellen weltweit weiterhin eine erhebliche Herausforderung dar. Pathogene Mikroorganismen können über längere Zeit auf häufig berührten Oberflächen überleben und so zur Weiterverbreitung von Infektionen beitragen. Klassische Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bieten häufig nur eine kurzfristige Wirkung, wodurch ein wachsendes Interesse an Materialien besteht, die eine dauerhafte antimikrobielle Aktivität direkt auf der Oberfläche ermöglichen.

Nachhaltige Bausteine für die Energiespeicherung von morgen - Chitosan im Kreislauf der Zukunft

In einer Welt, in der Elektromobilität, erneuerbare Energien und digitale Geräte exponentiell wachsen, steigt auch die Bedeutung nachhaltiger Energie-Speicherlösungen. Neben Leistung und Effizienz spielt die ökologische Bilanz eine immer größere Rolle: Die Zukunft der Energiespeicherung muss grün, wiederverwertbar und ressourcenschonend sein. Genau hier kommen natürliche Biopolymere ins Spiel.

Chitosan als nachhaltiger Werkstoff für implantierbare Sensoren und bioelektronische Anwendungen

Die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Materialien in der Medizintechnik führt zu einem verstärkten Fokus auf biobasierte Polymere. Eine aktuelle Publikation in RSC Sustainability zeigt eindrucksvoll, dass Chitosan ein vielversprechender Kandidat für implantierbare Sensoren und bioelektronische Systeme ist. Besonders hervorzuheben sind dabei die Biokompatibilität, die funktionellen Aminogruppen sowie die Möglichkeit, elektrische und mechanische Eigenschaften gezielt zu steuern.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.