Freitag, 15. Oktober 2010 um 08:20 Uhr
Veröffentlichungen im Jahr 2010
Veröffentlichungen im September 2010
Neben interessanten Kongressen wie dem ESB Meeting (European Conference on Biomaterials) vom 11.-15. September in Tampere Finnland, gab es auch in den internationalen Journalen wieder viele Publikationen zu neuen Chitin und Chitosan Applikationen. Wie gewohnt stellen wir Ihnen einige Interessante Artikel näher vor.
Überblick
Im September wurden 107 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, für deren Arbeit Chitosan oder Chitosan Derivate verwendet wurden. Wissenschaftler aus China stellten den größten Anteil der neuen Publikationen. Insgesamt 32 Paper wurden von Ihnen im September veröffentlicht. Amerikanische Forscher publizierten neun Artikel, in denen neben pharmazeutischen und medizinischen Fragestellungen auch die Lebensmitteltechnologie betrachtet wurde. Ebenso viele Veröffentlichungen kamen von indischen Wissenschaftlern, spanischen und kanadische Wissenschaftler folgen mit jeweils sechs Veröffentlichungen.
| Journal | Artikelzahl |
| AAPS PharmSciTech |
6 |
| Journal of Hazardous Materials | 5 |
| Biomacromolecules | 5 |
| Pharmaceutical Research | 5 |
| Carbohydrate Research | 4 |
Folgende Parameter wurden variiert:
- Molekulargewicht,
- Deacetylierungsgrad und
- Calciumgehalt.
Die Arbeitsgruppe um Lisbeth Illum zeigte Ergebnisse, wie man durch eine PEGylierung von Chitosan die Toxizität sowie die Durchlässigkeit von Tight Junctions bei nasaler Aplikation beeinflussen kann.
In nasaler Schleimhaut kann Chitosan Tight Junctions öffnen und somit die Durchlässigkeit für Makromoleküle erreichen. Die Versuche wurden an Calu-3 Monolayern durchgeführt.
Ergebnisse:
- Verringerung der Toxizität
- Starker Einfluß auf den Elektrischen Wiederstand T
- Steigerung des uptakes von Makromolekülen, pH Abhängig
Ziel der Arbeit von Wissenschaftlern der Universität von Washington war die Herstellung eines 3D HCC Scaffold Modells für die Kultivierung einer humanen HCC Zell-Linie. Diese repräsentiert Zellen des Leberzellenkarzinoms (HCC), - ein verbreiteter Tumor. Seine Erforschung und Bekämpfung war bisher schwierig möglich, da es keine Möglichkeit gab, in vitro Zellkulturen herzustellen, die der in vivo Umgebung entsprechen. Die Scaffolds wurden mithilfe einer Kombination von Chitosan und Alginat hergestellt und sowohl in vitro als auch in vivo erprobt.
Folgende Ergebnisse wurden beobachtet:
- Gutes Wachstum der Zelllinie auf den Scaffolds mit typischer Morphologie und einer erhöhten Expression von Markern hoch malignen Zellen.
- In vivo: Beschleunigtes Tumorwachstum.
- Je nach den eingestellten Bedingungen der Vorkultur konnte die Morphologie und die Organisation von Blutgefäßen beeinflußt werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der 3D Chitosan-Alginat Scaffold Bedingungen für die Zellkutur herstellt, die denen in vivo sehr nahe kommen. Er eignet sich deshalb besser als bekannte Systeme, um neue Antitumor-Therapeutika gegen HCC zu entwickeln und darin zu testen.
Weitere Neuigkeiten über Chitosan finden Sie hier.