Donnerstag, 19. März 2009 um 10:30 Uhr
Aktuell - Chitin + Chitosan im www
Chitosan als Basis von selbstheilenden Lacken

Mit dieser Erfindung kommen Ingenieure dem langen Traum von sich selbst reparierenden Materialien sehr viel näher. Basis der Entwicklung der Forschergruppe um Prof. Urban ist die Kombination von Chitosan und Oxetan. Wird die Ringform des Oxetans durch Gewalteinwirkung von außen zerstört – wie z.B. beim Zerkratzen des Autolacks mit einem spitzen Gegenstand, so werden reaktive Gruppen frei. Die Stimulierung, z.B. durch UV-Licht, aktiviert nun das Chitosan. Beide Stoffe reagieren miteinander und bilden neue, größere Verbindungen. Gewünschter Nebeneffekt der Reaktion beider Stoffe miteinander ist die Konstruktion von größeren Molekülen, welche die Kratzer wieder verschließen. Je nach Wetterlage variiert die Dauer für die Selbstreparatur zwischen 15 und 60 Minuten.
Diese Kur funktioniert jedoch nur einmalig. Wird die Oberfläche wieder an der gleichen Stelle zerstört, so muss der Schaden anderweitig behoben werden.
Noch befindet sich der Stoff in der Testphase, bis tatsächlich ein Produkt mit diesen Eigenschaften auf den Markt kommt, so schätzen die Wissenschaftler, wird es wahrscheinlich noch mindestens fünf Jahr dauern. Bis dahin können Verbraucher die Vorfreude genießen. Nicht nur Autofreunden soll der Lack das Leben vereinfachen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sehen die Forscher z.B. als transparente Plastik-Beschichtung für Brillengläser, Monitore oder andere Gläser.
In diesem Beispiel zeigt sich, das scheinbar unerschöpfliche Potential von Chitosan. Weitere Anwendungen stellen wir Ihnen auf unseren Seiten vor.
Wir von der Heppe Medical Chitosan GmbH sind gespannt auf die Weiterentwicklungen von Prof. Urban und seine Kollegen. Wir bleiben am Ball und Sie können davon in unserem Aktuell Bereich lesen.
Quelle: Dailymail
